Katholiken weltweit und in Deutschland

2016 sind knapp 60 Prozent der rund 82 Millionen Deutschen Christen. Der römisch-katholischen Kirche gehören 23,6 Millionen, der Evangelischen Kirche 21,9 Millionen Menschen an. Dazu kommen Angehörige evangelischer Freikirchen (rund 292.000), orthodoxer Kirchen (etwa 2 Millionen) sowie anderer christlicher Kirchen und Gemeinschaften (über 559.000).

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Pause an einer Mauer der Nürnberger Burg mit Blick über die Stadt und auf die Kirchtürme von Sankt Sebald

 

Mehr als ein Drittel der Deutschen ist entweder konfessionslos oder andersgläubig. Hierzu zählen die Angehörigen von Islam (Muslime geschätzt zwischen 4,4 und 4,7 Millionen, Bundesamt für Migration und Flüchtlinge: Hochrechnung Stand 31. Dezember 2015) und den jüdischen Gemeinden (rund 99.000, Zentralwohlfahrtsstelle der Juden in Deutschland: Erhebung 2016).

Weltweit gibt es 1,3 Milliarden Katholiken. In Deutschland stellen sie im Jahr 2016 mit 23,6 Millionen rund 28,5 Prozent der deutschen Bevölkerung, wobei 53 Prozent der Katholiken weiblich und 47 Prozent männlich sind. Nach der Wiedervereinigung hat sich der Anteil der Konfessionslosen deutlich erhöht.

Dabei gibt es große regionale Unterschiede, die zum einen auf die protestantische Prägung in den eher nördlichen Landesteilen, aber auch auf das politische System Ostdeutschlands vor 1990 zurückzuführen sind.

Der kontinuierliche Rückgang der Anzahl der Katholiken in Deutschland liegt zum einen an der gesamtgesellschaftlichen demographischen Entwicklung – es werden jährlich mehr Katholiken bestattet als durch Taufen hinzukommen –, zum anderen verändern Austritte die Bilanz. Die Kirche ist zu Beginn des 21. Jahrhunderts durch vielfältige, unübersehbare gesellschaftliche Veränderungen herausgefordert. Dass es heute nicht mehr selbstverständlich ist, einer Kirche anzugehören und dem Glauben im Leben Raum zu geben, zeigen nicht zuletzt die Austrittszahlen, die im Jahr 2016 162.093 betragen (2015: 181.925).